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Hier berichte ich nun über ein wichtiges Ereignis im Jahr: Unsere legendären Radwandertouren!!!

Im Jahr 1998 kamen mein Vater und mein Onkel Klaus auf die Idee mit mir eine viertägige Radwandertour zu machen. Dies war die Gründung einer festen Institution, ja sogar, der Höhepunkt des Jahres.

1998 - die 7-Seen-Tour (nachträglich auch mit dem Namen Regentour bedacht)

Da standen wir nun: Mein Vater Felix, mein Onkel Klaus und ich. Unsere erste Radwandertour sollte uns quer durch Sauerland führen und es regnete ununterbrochen.
Trotzdem: Zweifel gab es nicht. Am ersten Tag fuhren wir von unserer Heimat am Bigge- und Listersee über Attendorn am Sorpesee entlang bis zum Möhnesee.
Am Folgetag ging es zum Diemelsee. Ein kleiner Umweg führte uns zwischenzeitlich nach Warstein, aber nass war man ja sowieso schon. Am Ende der Welt, in Heringhausen, schauten wir am Abend noch die WM 1998.
Am dritten Tag ging es dann weiter zum Hennesee und am vierten an den Bruchhauser Steinen vorbei zurück in die Heimat.
Zahlreiche Bushaltestellen dienten als Dach und somit als kurze Pause vom Regen. Allerdings bleibt auch zu sagen, dass gerade durch das Wetter diese Tour in besonderer Erinnerung ist. Dass der Regen uns nicht abgeschreckt hat, merkte man daran, dass 1999 die nächste Tour in Angriff genommen wurde.

1999- die Ruhrtour (oder welcher Weg führt aus Dortmund)

Diese Tour wurde leider etwas abgespeckt. Nicht nur, dass wir auf den vierten Tag verzichten mussten, nein, auch Klaus konnte dieses Jahr nicht teilnehmen.
So machen mein Vater und ich uns zu zweit auf. Am ersten Tag ging es über die Bundesstrasse an die Ruhr. Unsere erste Übernachtung war nahe Essen.
Am zweiten Tag fuhren wir weiter bis die Ruhr in Duisburg auf den Rhein traf. Dem folgten wir Richtung Norden. Wir umrundeten das Ruhrgebiet und übernachteten auf einem Campingplatz nahe Oer-Erkenschwick.
Am dritten Tag ging es "querfeldein" durch das Ruhrgebiet. Dabei fuhren wir auch durch Dortmund. Dort mussten wir uns teilweise nach der Sonne richten, um wieder herauszufinden. Am Abend kamen wir dann wieder im Sauerland an.
Insgesamt bleibt zu sagen, dass das Ruhrgebiet grüner ist als man denkt. Besonders an der Ruhr hat der "Pott" schöne Natur zu bieten.

2000 - die Rhein-Lahn-Westerwald-Tour (oder der legendäre Speichenbruch)

Wieder zu dritt fuhren wir in diesem Jahr durch das Bergische in Richtung Rhein. Diesem folgten wir dann flussaufwärts. Nahe Bonn übernachteten wir zum ersten Mal. In Lahnstein verließen wir den Rhein und folgten der Lahn, wo wir auch unsere zweite Nacht verbrachten.
Am Morgen des dritten Tags passierte es dann. Mir riss eine Speiche. Das Rad eierte etwas, doch noch war kein Fahrradladen in Sicht. Unser Weg durch den Westerwald führte uns schließlich zur Dreifelder Seenplatte.
Der vierte Tag begann ähnlich wie der dritte Tag: Die zweite Speiche verabschiedete sich. Das Rad eierte nun schon gefährlich, doch an einem Sonntag war die Chance einen Fahrradladen zu finden sehr gering. Der hügelige Westerwald ließ unsere Durchschnittsgeschwindigkeit sinken und doch kamen wir gut weiter. Nach der letzten starken Steigung in den kleinen Ort Hahn, brach dann auch die dritte Speiche und das Rad war kaputt. Noch 10km war die Heimat entfernt, doch bevor man sich abholen lässt, schob ich lieber das Fahrrad und so endete unsere Tour mit einer kleinen Wanderung.

2002 - die Deutschland-Belgien-Holland-Tour

Wiedermal war eine Tour nur schwer durchfürbar. Klaus wurde das Hin und Her zu viel, so dass er sich alleine auf den Weg machte. Ich erfuhr etwas später am Tag davon. Folglich machten wir uns mit dem Auto auf die Verfolgung. Am ersten Tagesziel in Winningen bei Koblenz traf ich auf Klaus, so dass unsere zweisame Radtour hier beginnen konnte.
Am zweiten Tag fuhren wir der Mosel entlang bis nach Bernkastel-Kues, einem schönen Ort mit altem Ortskern. Dort campierten wir auf einer Campinginsel.
Am dritten Tag ging es über eine stillgelegte Eisenbahnstrecke, ein wunderschöner Radwanderweg, in die Eifel. Über Daun ging es schlielich an der Kyll entlang nach Stadtkyll.
Der vierte Tag führte uns über die schöne Stadt Monschau zu dem belgischen Ort Eupen. Dort stellten wir fest, dass es auch ein deutschsprechendes Gebiet in Belgien gibt.
Am fünften Tag fuhren wir in nördlicher Richtung über die Grenze nach Holland, wo es mit einem Mal flach wurde. Dort ging es weiter bis in die Nähe von Roermond.
Am sechsten Tag fuhren wir wieder nach Deutschland. Über Mönchengladbach radelten wir bis nach Köln. Dort übernachteten wir auf einem Campingplatz und zogen abends noch ein bisschen durch das Friesenviertel.
Der siebte und letzte Tag war dann sehr heiß, wir fuhren durch das Bergische wieder zurück ins Sauerland. Nach 7 Tagen mit über 700km waren wir beide ziemlich geschafft.


2003 - die Rur (ohne h)-Tour

Unsere Begeisterung für das Radwandern übertrug sich auch auf meinen Onkel Alfons, so dass wir in diesem Jahr zu viert losfuhren. Der Start der diesjährigen Tour war zum ersten Mal nicht im Sauerland, sondern bei Alfons in Bergisch Gladbach.
Am ersten Tag ging es über Köln in die Eifel. An einem sehr heißen Tag (die Gluthölle von Mechernich) bat jeder Baum und Brücke einen willkommenen Schatten. Am Ende des ersten Tages trafen wir in Nideggen auf die Rur.
Am zweiten Tag folgten wir dem Rurufer-Radweg in nördliche Richtung durch die Jülicher Börde. Wir überquerten die Grenze zu den Niederlanden und übernachteten nahe Roermond. Der Campingplatz ließ zwar genauso zu wünschen übrig wie das Roermonder Nachtleben, aber wir hatten trotzdem unseren Spass.
Tag drei führte uns wieder zurück nach Deutschland. Über Mönchengladbach ging es weiter Richtung Düsseldorf. Unser Ziel den Abend auf der Düsseldorfer "Monkey Island" zu verbringen scheiterte leider daran, dass es keinen Campingplatz in Stadtnähe gab. So landeten wir in Stürzelberg, einem kleinen Ort direkt am Rhein. Ein kleiner Sandstrand mit Baumschaukel blieben uns in Erinnerung sowieso die "Stürzelberger Edelknaben".
Der vierte Tag war eher kurz. Wir fuhren durch Leverkusen ins Bergische Land und so schließlich zurück nach Bergisch Gladbach.

2004 - die Altmühl-Tour

Zum ersten Mal fuhren wir nicht von Zuhause los. Diesmal ging es nach Nordbayern. Diese Tour war (leider) insgesamt weniger sportlich. Die vielen Biergärten und die schöne Natur sorgten für wenig Kilometer und viel Genuss.
Nachdem wir vier am Vortag angereist waren, machten wir uns von Gunzenhausen am Altmühlsee auf zu unserer Tour 2004. Wir folgten dem Altmühlradweg. Schöne Natur und tolles Wetter ließen das Beste hoffen. Wir erreichten am Abend Eichstätt, wo wir auf einem Campingplatz einfachster Ausstattung übernachteten.
Am zweiten Tag folgten wir der Altmühl bis Beilngries. Dieses wunderschöne Örtchen mit den alten Stadtkern umgeben von einer vollständig intakten Stadtmauer war schön anzusehen.
Tag 3 führte uns dann von der Altmühl weg in Richtung Norden. Am Abend erreichten wir Wallesau bei Roth. An einem kleinen Waldsee gelegen, genoßen wir den schönen Campingplatz bei einem Weißbier.
Am vierten Tag ging es dann am großen Brombachsee vorbei zurück nach Gunzenhausen.

2005 - die Zeeland-Tour

Erneut nutzen wir erst mal das Auto um in einer neuen Umgebung zu radeln. Unser Ziel in Küstennähe zu radeln, ließ sich am einfachsten in Zeeland (Niederlande) realisieren.
Als Startpunkt wählen wir Yerseke, ein kleiner Fischerort an der Oosterschelde. Schon am ersten Abend erlebten wir eine typisch kitschige holländische Fete mit Doubles von Angela Merkel und Frau Flodder (wobei die Ähnlichkeit zu unserer Bundeskanzlerin wohl eher unfreiwillig war). Wir radelten der Westerschelde entlang, bis wir schließlich auf die Nordsee trafen. Zoutelande, direkt am Meer gelegen, diente zur ersten Übernachtung.
Der zweite Tag war sicherlich einer der härteren. Direkt an der Küste trampelten wir mit starkem Gegenwind Richtung Norden. Über einen großen Gezeitendamm erreichten wir schließlich Renesse, unser zweites Etappenziel.
Am dritten Tag fuhren wir landeinwärts, überquerten den Grevelingen Dam und verbrachten die Nacht im wunderschönen alten Ort Zierikzee.
Am vierten Tag ging es über die Zeelandbrug zurück nach Yerseke und dann auf die Heimreise.
Zu erwähnen ist auch noch unsere starke Hilfe "DE STERKSTE Fietskaart van Nederland", die Wind und Regen getrotzt hat.

2006 - Eifel-Hunsrück-Rheintour

In diesem Jahr ging ich zum ersten Mal mal mit Nicki, einem guten Freund, radwandern. Schon vorher war klar, dass wir unsere Tour sportlicher gestalten werden als es die letzten Jahre üblich war.
An Pfingstsamstag begann unser Trip in Bonn. Wir fuhren rheinaufwärts bis Remagen und dann ins Ahrtal. Der erste Tag war eher kalt, doch wir kamen gut voran. Wir folgten der Ahr aufwärts und kamen schließlich in die Eifel. Doch die letzten 30km des Tages hatten es dann in sich. Der Vulkaneifelradweg führte über extreme Steigungen auf steinigen Waldwegen Richtung Nürburg. Etwas geschafft erreichten wir den Nürburgring, wo gerade "Rock am Ring" tobte. Nach 115km und einigen weiteren Hügeln erreichten wir schließlich unser erstes Etappenziel, den Schalkenmehrener Maar.
Am zweiten Tag ging es über den Maare-Mosel-Radweg, eine still gelegte Eisenbahnstrecke (die ich bei der 2002er-Tour noch andersrum gefahren war) stetig leicht bergab ins Moseltal. Nicki war überrascht von der hohen Anstrengung, so dass er kurz ans Aufhören dachte, doch diesen Gedanken wieder verwarf. Wir fuhren die Mosel aufwärts bis Neumagen-Dhron und bogen dann ins Dhrontal ein. Leider hatten wir die Einbiegung verpasst, so dass wir uns über einen Weinberg quälen mussten. Auf dem Weg in den Hunsrück wartete noch so manch hoher Berg auf uns, wobei der Anstieg bis auf 712m zum Schluss der 120km sicherlich den Höhepunkt markierte. Den Abend verbrachten wir auf einem kleinen, rustikalen Campingplatz beim Lagerfeuer mit sehr unterhaltsamen anderen Campern.
Der dritte Tag führte uns schließlich über Idar-Oberstein die Nahe entlang Richtung Bingen. Das Streckenprofil war flach, so dass wir uns entschieden über unser geplantes Etappenziel hinaus zu fahren. So ging es bei teilweise starkem Gegenwind den Rhein abwärts. Auch unser Ausweichetappenziel ließen wir liegen und fuhren immer weiter. Schließlich entschlossen wir uns bis Koblenz durchzufahren und dort die Tour zu beenden. 165km hatten wir an dem Tag in den Beinen und der Folgetag wäre mit 60km zu kurz gewesen. Wir setzten uns also nach dieser langen Etappe in Koblenz in den Zug und beendeten die Tour nach 3 Tagen und 400km glücklich und müde.


Mein großes Ziel ist es, einmal nach Vorbild der Tour meines Vaters von Köln bis ans Mittelmeer zu fahren.



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